OrganspendeTäglich sterben drei Personen auf der WartelisteZwölf Organe werden durchschnittlich pro Tag in Deutschland verpflanzt. Zugleich aber sterben drei Patienten auf den Wartelisten. An dieser traurigen Bilanz hat sich seit Jahren kaum etwas geändert.
Warten zwischen Leben und Tod Die 12.000 schwerkranken Menschen leben zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Um Leben und Gesundheit zu bewahren, benötigen sie dringend ein Spenderorgan.
Es fehlt an Spendeorganen In deutschen Kliniken retten Ärzte jährlich Tausende von Menschenleben durch Transplantationen. Doch es fehlt nach wie vor an Spenderorganen. Um allen Kranken zu helfen, müssten jedes Jahr rund 5.500 Nieren, 1.000 Lebern und 1.000 Herzen übertragen werden. Das aber ist erst möglich, wenn die Spendebereitschaft steigt.
Zahlen und Fakten Im vergangenen Jahr sind mehr als 3500 Organe von Hirntoten verpflanzt worden, davon 1974 Nieren, 355 Herzen, 779 Lebern, 221 Lungen, 174 Bauchspeicheldrüsen und 5 Dünndärme. Im selben Zeitraum gab es aber doppelt so viele Neuanmeldungen. 82% der Bundesbürger haben zur Organspende eine positive Einstellung. 72% sind einverstanden, dass man ihnen nach dem Tod Organe entnimmt. Aber nur 14% besitzen einen Organspendeausweis. Etwa ein Drittel der Patienten, die auf eine Leber, eine Lunge oder ein Herz angewiesen sind, stirbt, weil kein Organ zur Verfügung steht. Im Europavergleich liegt Deutschland weit zurück. Während z.B. in Spanien 34 und in Österreich 24 Organspenden pro Jahr und pro einer Million Einwohner gezählt wurden, waren es im Jahr 2005 in Deutschland nur 12. |
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